In Co-Working Spaces werden Arbeitsplätze auf Zeit angeboten.
© Shutterstock
Lifestyle & Wohlfühlen

Co-Working

Kreative Arbeitsplätze auf Zeit

Es gibt immer mehr Leute, die kein permanentes Büro benötigen und denen ein Schreibtisch für ein paar Stunden oder Tage ausreichen würde. Doch wo, wenn nicht zu Hause? In einer ruhigen Ecke – vielleicht im Café oder in der Bibliothek?

Die Lösung: In sogenannten Co-Working Spaces werden Arbeitsplätze auf Zeit angeboten. So profitiert man für wenig Geld von der guten Infrastruktur und – das ist der größere Vorteil – vom kreativen Umfeld.

Die ersten Anbieter kamen 2006 aus San Francisco, USA. Seitdem floriert diese Geschäftsidee. Mittlerweile gibt es 2500 Co-Working Spaces in 80 Ländern, darunter auch in Deutschland.

Benjamin Koch suchte nach Räumen zum Arbeiten und fand diese in einem Co-Working Unternehmen in München.
© Benjamin Koch / allynet Kreativlabor

Zum Beispiel Benjamin Koch, Theologe, 34 Jahre alt und ehemaliger Pastor der CityChurch in München. Vor zwei Jahren suchte er Räume zum Arbeiten. Diese fand er in München in einem Co-Working Unternehmen.

Die moderne, weiträumige und helle Ausstattung sprach ihn auf Anhieb an: Einen eigenen Schreibtisch mit Postadresse und Telefon und natürlich W-Lan, damit jeder mit Notebook arbeiten kann. Andere Co-Worker suchten sich täglich einen neuen Platz aus. In München kostet heute eine Halbtageskarte zwischen 10 und 20 Euro, der ganze Tag zwischen 15-30 Euro, je nach Anbieter.

Co-Working Räume sind hell und weitläufig, jeder Mieter hat einen eigenen Schreibtisch mit Postadresse, Telefonanschluss und W-Lan.
© Pixabay

Co-Working Spaces sind im Vergleich zu anderen Büroanbietern oftmals flexibler und günstiger. Die Mietfristen sind zudem kürzer und schneller wieder kündbar. „Es gibt kein Risiko, nur Vorteile“, sagt Benjamin Koch. Der Theologe schätzt die besondere Atmosphäre: „Die Gemeinschaft, das kollaborative Arbeiten, die Kreativität, den Austausch mit Gleichgesinnten, die Ideenentwicklung, ein Miteinander statt Gegeneinander, in einer Umgebung, die das alles zulässt.“ Aber nicht nur die kreativen Einzelkämpfer, auch größere Unternehmen können Räume für Seminare, Workshops oder andere Firmenevents mieten. Gerade in München, wo guter Platz teuer ist, ist das eine echte Alternative. Derzeit gibt es sechs Anbieter von Co-Working Spaces allein in München, zwei davon in der Nähe von München und über 230 in ganz Deutschland.

Heute ist Benjamin Koch nicht mehr nur Nutzer, sondern auch Prokurist des Co-Working Unternehmens allynet Kreativlabor.