Barfuß am Strand
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Lifestyle & Wohlfühlen

Barfuß ins Freie

Doping für die Füße

Bereits an 40.000 Jahre alten Skeletten kann man die Schäden erkennen, die Schuhwerk an den Knochen unserer Beine hinterlässt. Denn je fester die Schuhe wurden, umso mehr haben sie unseren Gang verändert – zu unserem Nachteil: Geübte Barfußgeher und -läufer setzen mit dem Vorderfuß auf. Bei diesem sogenannten Ballengang werden die Kräfte, die auf den Fuß wirken, am besten abgefangen. In festen Schuhen tritt man zuerst auf der Ferse auf, was vom Körper schlecht gepuffert werden kann.

Barfuß haben wir zudem eine bessere Balancefähigkeit, da die Nerven in der Fußsohle die Unebenheiten im Untergrund besser wahrnehmen können. Denn Tausende von Nervenenden steuern über die sogenannten Fußsohlenreflexe das gesamte Gehen. Zudem kräftigt Barfußgehen die Füße, stärkt die Muskulatur und das Fußgewölbe. Deshalb ist es so wichtig, dass vor allem Kinder viel barfußgehen. Das vermeidet die Entstehung von Knick-, Senk- oder Spreizfüßen und kann sogar bei beginnenden Fußproblemen wie Fersensporn, Hammerzeh oder Hallux valgus helfen.

Wenn Sie länger nicht mehr barfuß unterwegs waren, sollten Sie langsam anfangen. Wer beim Spazierengehen unterwegs die Schuhe einige Minuten auszieht oder im Garten barfuß geht, wird bereits nach wenigen Tagen merken, dass es ihm leichter fällt. Freuen Sie sich über einen kleinen Muskelkater in den Fußgewölben oder den Waden, denn das bedeutet, dass sich die Muskulatur bereits umstellt.

Spielerisch kann man die neue Gangart auf vielen Barfußpfaden und -parks in ganz Deutschland entdecken. Übernehmen Sie sich anfangs nicht und kontrollieren Sie Ihre Füße nach dem Gehen am besten auf Verletzungen. Erfahrene Barfußgeher berichten aber allesamt, dass es kaum dazu kommt – und sind joggend, bergwandernd oder sogar als Langstreckenläufer barfuß unterwegs.